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Das Klima

Obwohl am Äquator gelegen ist es auf den Galápagos Inseln nicht heiß und schon gar nicht immer sonnig. 
Grund ist die Lage der Inseln im Kreuzungspunkt von drei Meeresströmen.
Es gibt  zwei Jahreszeiten: Die Trockenzeit (Juni bis November) und die Regenzeit (Januar bis April), die nur geringe Temperaturunterschiede aufweisen.

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Trifft der Äquatoriale Tiefenstrom auf die Inseln wird das kalte nährstoffreiche Wasser hochgedrückt.

Während der Trockenzeit passiert folgendes:

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Der Passatwind bringt warme Luft vom Festland über die kalte oberhalb des Äquatorialstroms.
Das bewirkt eine sehr stabile Inversionslage - ein Austausch findet nicht statt.
Das über dem Meer verdunstende Wasser bildet an der Grenze - in 200 m Höhe - gleichmäßige Schichtwolken, unterhalb bildet sich der für die Inseln typische feine Niesel-Nebel, der Garúa, der sich meist bis zum Mittag auflöst.
Dort, wo die Schichtwolken an die höhergelegenen Inselregionen stoßen, kondensiert die Feuchtigkeit an den Pflanzen und es herrschen regenwaldähnliche Bedingungen, während es an der Küste trocken ist.

In der Regenzeit lässt der Passatwind nach, der Panama-Strom bekommt mehr Einfluß, d.h. das Wasser wird etwas wärmer
und die Inversionslage verschwindet.
Es bilden sich am blauen Himmel Kumuluswolken, aus denen heftige Schauer auf die gesamten Inseln niedergehen

Alle drei bis sieben Jahre kommt es zum El Niño. Dann sieht die Lage so aus:

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Die Luftdruckverhältnisse kehren sich um, der Wind kommt nun aus dem Westen und drückt warmes Oberflächenwasser nach Osten. Heftige Regenfälle sind die Folge.

Zum Beispiel fielen 1983 an der Küste von Santa Cruz 3225 mm Regen von Dezember bis Juli,
normal ist eine Niederschlagsmenge von 460 mm /Jahr.

Für viele Tiere ist dieses Phänomen eine Katastrophe, da die nährstoffreichen kalten Ströme unter dem warmen Wasser bleiben, in dem die lebenswichtigen Nahrungstiere und -pflanzen nicht existieren können.
Zum Beispiel verschwanden die für die Meerechsen lebenswichtigen grünen Algen. Die im warmen Wasser wachsenden braunen Algen sind für sie unverträglich - sie verhungerten mit vollen Mägen.

Mehr über  El Niño und Klima-Wetter-Wasser unter Links

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